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Hilfe bei LRS

Lässt sich LRS heheben?

Obwohl - neueren Forschungsergebnissen zufolge - auch genetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von LRS zu spielen scheinen, lassen sich unzureichende Lese- und Rechtschreibleistungen trotzdem verbessern. Ein einmal gegebener Leistungsrückstand muss also nicht für alle Zeiten bestehen bleiben. Bei Verständnis und sachkundiger Förderung werden sich immer - auch bei schwachbegabten Kindern und Jugendlichen - Fortschritte einstellen.

Allerdings brauchen alle, die an diesem Lernprozess beteiligt sind, einen sehr, sehr langen Atem. Schule und Familie sowie insbesondere die Lernenden selbst sollten sich darauf einstellen. Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten gehen nicht so schnell vorbei wie z.B. eine Erkältung. Oft brauchen Kinder und Jugendliche mehrere Jahre, um ihre Rückstände in den Griff zu bekommen. „Spontanheilungen” innerhalb weniger Tage oder Wochen versprechen nur unseriöse Anbieter von LRS-Therapien.

 

Wie kann man LRS-Kindern helfen?

Schülerinnen und Schülern zu helfen, die besondere Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben haben, ist zunächst einmal Aufgabe der Schule. Dazu hat die Kultusministerkonferenz Grundsätze beschlossen, die bereits viele Bundesländer als Richtlinien für die Schulen übernommen haben. Sie sollen bessere Chancen schaffen für diese Schülerinnen und Schüler und ihnen helfen, ihre Probleme zu überwinden.

Leider haben viele Lehrer bei ihrem Hochschulstudium keine Ausbildung darin erhalten, wie man eine Lernschwierigkeit bei Schülern im Verlaufe des Erstlese - und Rechtschreibunterrichtes rechtzeitig erkennt und gezielt behandelt. Zu große Klassenstärken im ersten und zweiten Schuljahr machen es einem Lehrer schwer, jedes einzelne Kind in seinen Leistungsfortschritten im Auge zu behalten.

In vielen Fällen reichen die Förderangebote der Schule jedoch nicht aus, sodass Sie – um Ihrem Kind gezielt helfen zu können – hier meist auf außerschulische Angebote angewiesen sind. Bei der Auswahl einer geeigneten Fördereinrichtung ist jedoch Vorsicht geboten. Auf dem „Legasthenie-Markt” tummeln sich nämlich zahlreiche Anbieter, die z.T. mit fragwürdigen Methoden und vollmundigen Versprechungen um Ihre Gunst und den Inhalt Ihres Portmonees werben.

 

Was leisten „alternative” Behandlungsmethoden?

So genannte „alternative” Behandlungsmethoden erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Die Verfechter dieser Methoden lehnen eine Behandlung der direkt am Lesen und Schreiben beteiligten Prozesse zumeist rigoros ab. Stattdessen erheben sie den Anspruch, mit ihren Therapie-Methoden an den „eigentlichen” Ursachen der Lernprobleme anzusetzen. Ihr Methoden-Inventar reicht vom Training einzelner psychischer Grundfunktionen bis zum Einüben esoterisch begründeter Lernstrategien u.Ä. Nicht selten versprechen sie sehr rasche und spektakuläre Behandlungserfolge.

Eine Forschungsgruppe des Instituts für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat hierzu kürzlich eine breit angelegte Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, was an den vollmundigen Versprechungen der Anbieter dieser „alternativen Methoden” wirklich dran ist. Sie kommen zu dem Schluss, dass sämtliche Verfahren, die von ihnen untersucht wurden, nach derzeitigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand als nicht empfehlenswerte Behandlungsmethoden für Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtschreib -Schwierigkeiten einzustufen sind. Einige von ihnen sind darüber hinaus nicht nur völlig unwirksam, sondern können sogar gravierende Folgeschäden verursachen.

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Kurz vorgestellt

Unsere LRS-Beratungsstelle wurde 1989 als Arbeitsgruppe der sprachwissenschaftlichen Abteilung des Germanistischen Instituts der RWTH Aachen gegründet.


Seit 1994 ist sie beim Amtsgericht Aachen als gemeinnütziger Verein registriert und seit 1995 vom Jugendamt der Stadt Aachen offiziell als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

Unsere Angebote

  • Umfassende LRS-Diagnostik
  • Ausführliche Beratung
  • Individuelle Förderung
  • Förderung nach KJHG §35a
  • Regelmäßige Förderdiagnostik
  • Außenstellen im Dreiländereck
  • Kooperationen mit vielen Schulen
  • Online-Diagnostik
  • Ergänzende Lernspielsoftware

 

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